Die Nidda

Die Nidda fließt kurz unterhalb der Stadt Nidda in einer Breite von etwa 8 bis 10 Metern aus ihrem engen Vogelsbergtal heraus in die, sich, in unserem Gewässerabschnitt öffnende Ebene der Wetterau hinein. Die Fließgeschwindigkeit hat hier abgenommen und der Gewässergrund ist bis auf kurze kiesige Abschnitte weitgehend verschlammt.

Die Ufer sind nach der Rodung der artfremden Papeln weitgehend mit Weiden, Erlen und weiterem standortgerechtem Busch- und Baumbestand gesäumt. Im Sommer wuchert zwischen dem Gehölz das eingewanderte indische Springkraut und verdrängt die heimische Brennessel und andere Kräuter, Blumen und Gräser.

Im Hege- und Pflegebereich des ASV Dauernheim befinden sich sowohl Steilufer, teils unterspült, als auch flache Ufer, über die bei Hochwasser die Nidda in die Aue übertritt. Sich sonnende Köcherfliegenlarven kann man im Sommer auf Steinen sitzend im Fluss beobachten. Als Bio-Indikator bürgen sie für eine gute Wasserqualität.

Viele weitere Nährtiere versorgen die vorkommenden Fischarten: Schleie, Karausche, Stichling, Blaubandbärbling, Forelle, Brachse, Gründling, Aal, Kaulbarsch und Flussbarsch, Döbel, Karpfen, Rotauge, Rotfeder und insbesondere der Hecht kommt häufig vor.

Die Nidda bildet bei uns zum Teil relativ schnell fließende Abschnitte aus. Dazwischen befinden sich immer wieder tief ausgespülte Gumpen, die selbst bei Niedrigwasser eine Tiefe von bis zu 3 Metern aufweisen. Zwischen den großflächig anzutreffenden Feldern der gelben Teichmummel wächst das Schilf. Unter Wasser reichert der Wasserstern die Nidda auch im Winter mit Sauerstoff an.

Die Biber an der oberen Gewässergrenze des ASV Dauernheim, nahe der Rausche, und auch auf der renaturierten-Nidda-Strecke unterhalb des Dorfes fühlen sich offenbar wohl. Sie werden leicht mit dem tagaktiven Sumpfbiber (Nutria, Biberratte) verwechselt, der ebenso wie die Bisamratte (Bisam) in der Nidda und im Laisbach anzutreffen ist.

Im Ortsbereich von Dauernheim mündet der Laisbach in die Nidda. Etwas weiter flussabwärts tangiert die Nidda ein bedeutendes Naturschutzgebiet, die Nachtweid in voller Länge. In dieser Auenlandschaft mit europaweiter Bedeutung lebt und überwintert eine reichhaltige ornitologische Artenvielfalt. Im Frühjahr ist die Nachtweid bei Dauernheim Brutgebiet seltener Wiesenbrüter. Auch der Große Brachvogel zieht auf den alten Hügelgräbern der Feuchtwiesen seine Jungen auf.